Alles fließt, nicht nur der Rhein...

Scchhhrrrschr, plupp pluppkrpup, plupp pluppkrpup, ffffschrrruuuuhhhschfff, fiieeh, fieeehh...

Die Füße strecken sich neben dem offenen Fenster nach oben entlang der türkisgrün gestrichenen, leicht zerkratzen Metallwand, sodass die Fersen gleich unterhalb des metallenen Kleiderhakens zur Ruhe kommen. Der Oberkörper ruht diagonal auf dem dunkelblauen, weich gepolsterten Sitz, den Kopf an der Armlehne vorbei halb auf dem Sitz, halb auf dem aufgestellten, am Sitz lehnenden kleinen Tagesruckasck abgelegt, weich gepolstert mit dem unersetzlichen, hellgrün geblumten Thermarest Reisekissen. Eine durchaus unkonventionelle, aber sehr entspannte Position im Zug, wenn auch nur für eine begrenzte Zeit, bevor mein sich in Auflösungserscheinungen geplagtes Kreuzbein und Iliosakralgelenk unter dem Druck der Beine und dem Becken zu pochen und stechen beginnt. Noch verliert sich mein Blick im Blau des thailändischen Himmels, in den sachten, vor der Nachmittagssonne vorbeiziehenden Wolken, die sich mächtig und dennoch hilflos durch den sich langsam auflösenden Großstatdtdunst Bangkoks zu brennen versucht. In der gleichen Gemütlichkeit, wenn auch mit wesentlich mehr Getöse, bahnt sich unser Zug seinen Weg vom rauschenden, von Bässen und Marktgeschrei unterlegten, von sinnlicher Ablenkung beschäftigen Strömen in den Gassen um die Khaosan Road Bangkoks hin zum ähnlich gestalteten Backpackerparadies Chiang Mai. 

 

Ähnlich gestaltet, ausgezeichnet durch den Fokus und das Eingestellt-sein auf mehr oder weniger oberflächliches Heilertum und Spiritualität, Winterhochburg westlicher Backpacker, Aus- und Fortbildungsstätte mehr oder weniger begabter Bodyworker. Suchstätte und Findemöglichkeiten von Allerlei; sich selbst, der Welt, der Ablenkung... Luftverschmutzung, colon cleansing, rotes Curry, dental bleaching, fresh orange juice, no water no sugar added, Pad Thai mit chicken und egg und viel Salz und Zucker frisch zubereitet vor den Augen des hungrigen Reisenden mit Möglichkeit der Wahl der Nudelart und Zugaben: “fish sauce? soy sauce? more? no?”. Das Blue Diamond Restaurant als Treffpunkt der Community. Eine Stadt, die Mitte Januar ihre Bevölkerung wechselt, oder erweitert? Schon letztes Jahr finde ich mich weit häufiger frequentiert meine Hand zum Gruß heben, meine Arme zur freudigen, lang erwarteten Umarmung tiefer Freunde ausbreitend... weit häufiger frequentiert als “zu Hause”, was auch immer dieses Wort bedeutet.

Seit der Ankunft in Indien am 20.12. ist so unendlich viel passiert. Dieses Land hat für mich und wahrscheinlich für viele andere, die der verrückten Magie dieser staubigen, feuchtwarmen Brutstätte für hochinfektiöse Keime verfallen sind, eine unausweichliche Anziehungskraft. Ein Land das diese Bedrohlichkeit so unfassbar paart mit seiner ansteckenden Unkonventionalität, die jedes Verständnis von “Norm” in jeglicher Hinsicht in Frage stellt. Immer wieder spült Indien die gigantischen Wellen des Unterbewusstseins in die Realität und lässt sie ungebremst und ungeschönt, mit aller Macht in der Konfrontation mit der von uns gestalteten, uns wiederfahrenden Realität hereinbrechen. Im Rückblick immer ein phänomenales Schauspiel. Im Erleben eher wie ein furchteinflösender Sturm in einem zerbrechlichen Boot auf offener See. Gerade so wie mein empathisches Erleben eines emotional geladenen Filmes in dem ich im Mitfühlen mit den Charakteren zerfließe und mich daran erinnern muss, dass es ein Schauspiel, ein Film ist. 

 

Ein Film... so auch die Realität! Vipassana lässt uns üben Zuschauer zu sein auch im Erleben unserer sinnlich bedingten Lebenswirklichkeit, zeigt uns Instrumente uns zu Erinnern, zeigt uns Instrumente zu desillusionieren: Es ist ein Schauspiel, manchmal leider, manchmal auch nicht, nicht mehr und nicht weniger... und wir haben die Möglichkeit uns zu entscheiden uns davon hinfort tragen zu lassen oder unseren Kopf über Wasser zu halten. Wie es oft so ist funktionieren diese Instrumente in der Umwelt des “Trainingscamp” sehr viel einfacher als in der freien Wildbahn unseres Alltags... emails aus den Tagen nach dem Vipassana Trainingscamps zeugen von den Herausforderungen unserer kontrastreichen Wirklichkeit voller Anhaftungen und Verblendungen, voller Stromschnellen und abseitigen Tümpeln in denen der Fluss des Lebens uns mit den Extremen der möglichen Qualitäten konfrontiert. 

 

“Ich bin grad im super Superstress... und da fließen schnell die Tränen... schön dass ihr in Fort Meyers seid!!! Ooooh, genießt für mich mit!!!

 

Mumbai ist NICHT MEINE STADT!!!! Jedes Mal wenn ich hier bin geht es drunter und drüber...

 

Jetzt nur kurz, später mehr:

 

* Ich glaube ich hab mein Iphone im Meditationszentrum (3h Zugfahrt und 10 Min Taxi weg von Mumbai) liegen lassen und bekomme niemand ans Telefon.

* Wir sitzen hier in Mumbai und sind unsicher was wir weiter machen, Rishikesh haben wir aus verschiedenen Gründen gecancelt, später mehr dazu.

* Wir versuchen jetzt erst mal das Telefon zurück zu bekommen.

* Dann schnellst möglich nach Thailand/Chiang Mai, wenn möglich heute Nacht/morgen früh/ morgen Abend?!

* Einkaufen? Ich brauche Unterwäsche...und das Baby??? Nach einem hoffentlich so oft wie möglich nackarschigen Sommer eigentlich? ALLES! Wir wissen noch nicht was es wird... daher? Gute Frage....

 

Mehr sobald ich mein Apfelbaby wieder habe und klar denken kann, bis dahin ganz bestimmt auch mehr Ideen...”

 

Der vermeintliche, kurzzeitige Verlust eines Telefons, mehr ist das Iphone ja nicht... und schon Stress, Hassle, Selbstvorwürfe, Aufwerfen von Grundfragen des Lebens. Es ist nur ein Telefon. 

 

Ist es wirklich?

 

740€ hat das Ding gekostet. Enthält ALLE meine Daten. MEINE Daten, MEINE Erinnerungen, MEINE Anhaftungen, MEIN Gefühl von Sicherheit und Organisation ist dem Verlust dieses elektronischen Geräts erschüttert. So oft mich Außen und Innen daran erinnern mögen, die Wellen von Trauer, Verloren sein, Selbstvorwürfen der Unachtsamkeit, Dummheit, Zerstreutheit, Verantwortungslosigkeit kommen und kommen und kommen... werfen Erinnerungen an Kindheit und Jugend auf, tief sitzende Muster und Schuldgefühle... Sensations, Sankaras, deep rooted Sankaras of craving and aversion, just observe the sensations, don’t react, and your deep rooted Sankaras will get shattered, dissolved, evaprated. Meine derzeitige Situation ist das beste Übungsfeld, der Moment mein Endgegner meines derzeitig erreichten Levels unendlicher Stufen des Spiels des Lebens... 

 

“10 Tage Vipassana waren sehr sehr intensiv, kopftechnisch. Von meinen 4 Kursen war das der Kurs, indem mein Kopfkino nur bestbesuchte Kassenschlager gespielt hat. Am Tag drei begann mein Durchfall, am Tag sechs wurden dann Sorge und Angst riesengroß bis zum Peak am Tag 7 und der Hilfe am gleichen Tag. Eine ganz liebe, mich umsorgende britische Lehrerin, 2 deutsche und 2 indische "Dhamma-Server" formierten sich zu meinem Rettungsteam. An Tag sieben habe ich auch auf Anraten der Lehrerin mich an den Arzt gewendet, der mich dafür sensibilisiert hat, auf meinen Wasserhaushalt zu achten, Elektrolyte zu trinken und weiter zu essen. Der mir aber auch Antibiotika und Antiamöba gegeben hat, die ich zwar angenommen, aber nicht eingenommen habe.

Noch an dem Nachmittag kam die britische Lehrerin auf mich zu und sagte ich solle auf keinen Fall die Antibiotika nehmen, wir bekämen das auch so hin! Woraufhin sie Anna (eine deutsche Dhamma Serverin) bat mir Kohletabletten und Heilerde zu geben. Am nächsten Morgen wurde mein Naturheilcocktail noch mit Otoubaka und Nux vomica von einer anderen deutschen Dhamma Serverin vervollständigt. 

 

Nach 5 Kohletabletten und 6 Mal Heilerde im Mix mit 2 Tagen Homöopathie, special diet (Kecharie, Banane, Brot, Reis) ging es dann bergauf und meine Sorge beruhigte sich.

Pascal hat es, wie ich später erfuhr an Tag sechs auch so richtig gebeutelt und überhaupt der ganze Vipassana Kurs war eine sehr sehr tiefe Erfahrung für ihn... he's still processing :)...

Gemeinsam haben wir dann am 10. und letzten Tag des Kurses, an dem wir wieder reden durften, beschlossen nicht nach Rishikesh zu reisen. Am 31., als wir wieder in Mumbai angekommen sind gönnten wir uns bei Le Pain Quotidien erst mal Schoko Cookies und Apfelstrudel :) cancelten dann unser Ticket und ließen uns in die Arme unseres neuen, ehrwürdigen Freundes Minesh fallen.

Pascal hat ihn nach dem Kurs kennen gelernt, wo er uns direkt angeboten hat uns mit nach Mumbai zu nehmen und bei ihm zu übernachten...

Ein äußerst weltoffener Inder, geboren in Südafrika, Inhaber eines seit 1950 bestehenden Familienunternehmen das mit Autoersatzteilen handelt, schon einige Male nach Deutschland gereist ist, zu einer Messe an deren Namen ich mich gerade nicht mehr erinnere, Walter sie aber mit Sicherheit kennt... wahrscheinlich sind sie, sein Vater, er und das Team, auch im September wieder da... Eine Seele von Mensch...

Am 31.12. war morgens noch Programm in Igatpuri von 4:00 morgens bis 6:30, um 8:00 stiegen wir in den Zug nach Mumbai und als wir um 11:30 im CST ankamen merkte ich: Handy vergessen oder verloren (gestohlen ist in Indien eine sehr unwahrscheinliche Option). Ich stieg natürlich ins Loch der Selbstverurteilung und der Vorwürfe und versuchte alles im Rahmen zu halten, weil ich mir ja eigentlich darüber im Klaren bin, dass das nicht wirklich zur Lösung des Problems zuträgt, sondern einfach nur alles anspannt und Scheuklappen aufsetzt. Nach etwa 10 unglücklichen Versuchen mit Indern am Telefon zu kommunizieren, etwas über mein Telefon in Erfahrung zu bringen, in dem seltsam dunkeln Cafe Royal in Colaba bin ich dann in Tränen ausgebrochen... einfach zu viel...

Nach einer SMS an unserem neuen Freund Minesh - sehr gutes Englisch, sehr gute Seele - haben wir telefoniert, er hat mir mit seiner Leichtigkeit Mut gemacht und mir seine Hilfe versichert... 2h später dann die email:

 

"All good, your phone is found, it will be delivered to my home by tomorrow 2pm, just come to my house tonight, stay as long as you like... we'll se you later... ENJOY!"

 

Puls geht runter das innere Gericht packt die Guillotine wieder weg und wir gehen bei Samrat Abendessen - mittlerweile schon fast Tradition an Neujahr - und auf nach Santa Cruz zum modernen, interessant und schönen Domizil von Minesh in Santa Cruz, einem sehr guten Viertel in Mumbai. Again experiencing the upper class in Mumbai. Wir sitzen auf einen kleinen, inspirierenden Plausch in seiner für indische Verhältnisse schönen Wohnung, lernen  Frau und Kinder kennen und er bringt uns in die Wohnung seines Schwiegervaters der gerade verreist ist. Eine ganze Wohnung für uns, in der ich in einen willkommenen Dornröschenschlaf falle.

Am nächsten Morgen Yoga und Meditation, Frühstück, Spaziergang, Internet, Reisplanung. Pascal lässt sich Haare und Bart stutzen und am Abend lernen wir Mineshs Paps kennen. Eine herausragende Persönlichkeit. Wir plauschen in seiner Bibliothek über die Bücher von Louise L Hay, Nelson Mandela, den Umgang mit Krebs (er hat Prostatakrebs) und das kleine Glück im Leben. Minesh geht mit uns danach in seinen Sportsclub, indem es einen 25m Pool gibt, indem sein Sohn auf hohem Level trainiert und wir waschen den Schmutz Indiens von der Haut. Ich fühle mich wieder leicht und frei und genieße die Zeit im kalten Wasser. Ein Abendessen und 2 Packungen Schoko Cookies später sind wir schon am Packen für unseren Trip nach Bangkok am nächsten Morgen, wo wir 2 Nächte verbringen bevor es mit komfortablem Schlafzug weiter geht nach Chiang Mai.

Dort dann erst mal 1 Woche Cranio Sakraltherapiekurs, dann 2 Tage Workshop und 2 Wochen Arbeiten und Treatments tauschen bevor es nach Laos geht...”

 

And here we are, im Zug nach Chiang Mai. Living the Dream, making it happen... Nach drei Jahren wachsender Kompromisslosigkeit im Folgen meiner Träume kann ich nur immer wieder bestätigt sehen und erleben:

Egal welche Lebensform wir wählen, egal für welche Perspektive im Leben wir uns entscheiden, egal wie frei wir uns im Treffen unserer Entscheidungen fühlen... zu glauben es würde leichter, anderen ginge es besser - aus welchen Gründen auch immer - ist eine tiefsitzende Illusion... Just do it. Mit jedem Atemzug neu. Jeder Moment ein neuer Scheideweg, egal wie sehr unsere Augen und unser Erleben dafür geöffnet sind. Das ist Realität, auch wenn wir uns manchmal ein Gefängnis schaffen... es ist selbst geschaffen. IMMER. Ohne jeden Kompromiss.

 

Die Email einer lieben Freundin platziert oft gehörte Worte von Backpacker und Reisekumpanen in mein Postfach: 

  

“Bangkok... hm toll, hab auch grad etwas Fernweh.

Nun, da die Dinge ja nicht ganz so einfach sind mit den Tieren usw. (lach) ich aber ja ähnlich ticke wie du, nämlich erst mal was Verrücktes probieren und dann sagen hey es geht nicht (finde deine oder eure Entscheidung toll einfach mit Kind auch diese Reise anzutreten und einfach damit zu zeigen, ja es geht nämlich doch, man muss es einfach nur machen; schließlich sind Kinder ja nicht wirklich eine Einschränkung  - *hust* zumindest solange sie noch nicht Schulpflichtig sind ;-), da wird man dann doch ortsgebundener - oder eben zu sagen: schaut es geht doch, man muss es einfach nur tun! Auf jeden Fall werde ich mich und die Pferde vorbereiten auf unsere Reise, möchte gern mit ihnen zusammen die Welt erkunden, *lach* im Moment trainieren wir hier im Pfälzer Wald. Im Sommer werde ich mich mal in Richtung Vogesen bewegen und mal sehen dass wir fit werden... Mir schwebt eine größere Jakobstour im Sinne... ach... es ist sicher herrlich.... träum.”

 

Wir entscheiden uns wie lange wir träumen und wenn die Zeit reif ist und wir bereit sind nutzen wir unsere Lebenskraft zur Manifestation, holen unsere Träume aus dem Äther in die Wirklichkeit und fragen uns vielleicht am Schluss ob wir das nicht schon hätten früher tun sollen... manchmal... und manchmal wissen wir auch einfach dass alles so hat sein müssen. Weil wir jede Erfahrung eben so wie sie war haben machen müssen...

 

Am Schluss dieses Blogs möchte ich den inspirierenden Worten eines deutschen Psychiaters Raum geben, der in “Healing the healer” vom Wert der Vipassanatechnik berichtet und der Möglichkeit, den Heiler, wie jeden einzelnen Menschen zu heilen. Zu heilen nicht von Krankheit die Unumgänglich ist, solange wir einen Körper und einen Geist besitzen. Sondern zu heilen von der Ignoranz die Wahrheit wahrzunehmen.

 

The experience of anicca (the law of impermanence) is not the endpoint of the path of Vipassana. It is not nibbana, the transcending of the transitory world of mind-and-matter. It is not the final goal of enlightenment. But it is itself a critical step on the path toward that goal, and liberating in important ways. The path of Vipassana, as taught by the Buddha, leads away from craving and aversion that derive from a rigid self concept, away from negativities of greed, hate and delusion that derive from the false, ephemeral self. The path opens into the virtues and qualities produced by experienced insight. The realization of anicca is a deep inight into ourselves and the world around us. It exposes the absurdity of clinging to a passing life in a passing world. It relaxes the clenched false hopes of narcissism, and enables the flow of spontaneous identification with all other transient lives. Of the experiential realization that all things are anicca, that I am anicca, comes the deepest empathy possible: a feeling of kinship with all beings who suffer alike from the pain aroused by the illusion of seperate self; a feeling of fellowship with all beings who yearn for liberation from the agony of speperation, dissolution, death.

 

The loss of self in the experience of annica is not an objection of mundane obligations, a flight from interpersonal responsibility, nor a loss of ordinary, functional life-skills. It is a perspective that embraces and validates these aspects of routine existence, but places them in proportional importance within a comprehensive context, the way that farms seen from a New England mountaintop become even more beautiful, though clearly only island of cultivation surrounded by more extensive, shadowy woodlands.

 

There is nothing in the experience in anicca to make a person abandon the immediate contingencies of his or her social, familiar or professional existence, for the experience is neither an excitement nor an intoxication.

 

The practice of Vipassana meditation leads to activation of the experience of anicca, which in turn leads to maturation, not an eradication of, personality. The life I thought I was living, I now know is living me, and I got work to do. Not “my” work, but work. Laid out in front of me and around me are laid out the events with which I ceaselessly, inevitably interacting. I can be called, but not by the tin drum of grandiosity. I do belong, but not to a mob. I walk, but don’t march. When asked, I point out to others those pagodas on a hill - where I sit down to focus on the experience of anicca as it manifests on the field of my body and mind  - those things that took so much time and energy to build and stand like a cairn on the otherwise trackless mountain of life, but which I know will blow down in one storm or another, only to be built up again on other mountains, among other travelers. I point that meditation center on the hill as a good place to have a seasoning, sobering experience.

 

Vipassana leads to a slow, cumulative, social change by organizing individual lives around new sources of well-being. It points to the personal and real. It weakens the call of the trumpet and evokes the music of the wind and rain. It makes pain more bearable than hate. It makes equanimity sweeter than excitement. It makes death more welcome than conquest. It makes service nobler than heroism. It makes sorrow and joy run back and forth into each other like twin rivulets, intersecting, entwining, and separating again on the same hillside. It leads to an equipoise beyond the poles of pleasure and pain.

 

The experience of anicca leaves no way out but the path - for the entire phenomenal world is anicca. There can be no hope for the ambitions of the individual, despite all his narcissism and grandiosity. Yet there can be hope. As the raindrop descends, does it know its body will be absorbed by the roots of grass or trees, to be consumed by animals, to flow into milk, one day at last to flow in the blood of a singing child? All is anicca; mind and body helplessly flow in impersonal becoming. In spite of this current , a movement is possible from ignorance towards attainment of insight. Realization of anicca catalyzes further bodily discipline and mental insight, so that both, mind and body are accelerated towards their own transcendence. As the raindrop cycles through grass, animal, milk, and child, it moves from a state of inert physicality to participation in hopeful human possibility. The elements cooperate when orchestrated by the wisdom of the path. Striving to know anija, meeting and immersing in anija, people can turn the world toward liberation. 

 

Generousity, compassion, simplicity are the spontaneous expressions of a world view in which nothing can be kept, suffering is a common bond, and materiality is only an obstacle to find a finer trajectory of spirit. People who have vibrated deeply in anija know that ever pocket sooner or later gets a hole. Since nothing can be kept it might as well be shared. 

 

The experience of anija threw the process of Vipassana meditation leeds to the transformation of narcissisn and grandiosity into mature participation, service, love. It revelas individualistic life to be sieve. It breaks open a stone to reveal a star.

 

The kernel of the past is so simple it can be explained in one sentence: Transcend the suffering involved in attachment to the selve - mind, body, and the world associated with them - by observing objectively and peacefully the arising and vanishing of everything composing them, thereby cultivating inside into their essential transiency. In my own experience I find I wonder away from and back to this core truth a million times. There are many lives I have to live, many fears to overcome, many growing hands I have to guide, many companions I have to meet, and many as yet undiscovered lakes that call me from their hidden recesses in the wilderness to come and watch their animals and breath their mists, before I will be able to sit down and fix unwaveringly and finally upon anija. I have much to learn about this truth, but every moment of acquaintance with it grips me in an unalterable turning.  

 

(Dr. Paul R. Fleischmann: Vipassana Meditation: Healing the Healer. The Experience of Impermanence)