Na,wie ist es in der Komfortzone?

Wie groß ist dein Leben?
Wie tief?
Was kostet es dich?
Bis wann zahlst du?
Wieviel Türen hat es?
Wie oft hast du ein neues begonnen?
Warst du schon einmal gezwungen um es zu laufen?
Wenn ja bist du rundherum gelaufen im Kreis oder hast du Einbuchtungen
mitgelaufen?
Was dachtest du dir dabei?
Woran erkanntest du dass du ganz herum warst?
Bist du mehrmals gelaufen?
War dast dritte mal wie das zweite?
Würdest du lieber die Strecke im Wagen fahren?
oder gefahren werden?
In welche Richtung?
Von wem?

 

 

Langsam öffnen die knochigen Finger meiner zitternden Hände die zusammen gefalteten Blätter. . "Ja natürlich, Simone!" Es gibt noch etwas anderes außerhalb dieses visuell wahrnehmbaren Raumes der sich für mich etwa 5m rund um mein Bett in meiner „Box" erstreckt. "Schau mal, das ist ein Brief von Simone, sie denkt viel an dich"

„Ja natürlich, ich war nicht schon immer hier und ich gehöre hier auch nicht her.Ich will nach Hause!!!"


Zurück zum Brief. Meine Aufmerksamkeit hält in diesen ersten Tagen nach dem Koma nicht viel länger als zwei bis drei Minuten durch. Dann werde ich müde. Ich richte meinen Blick auf die Linien scharf zu stellen, ich versuche, was vorher völlig selbstverständlich ohne nachdenken, völlig automatisiert geschah, kamen nur Buchstabenfolgen in mein Blickfeld: Die Buchstanbenfolge zu erkennen, innerlich zu formulieren, den Sinn dazu erzeugen, kurz: Lesen.

 

Ich war 17 ½, als ich diese Erfahrung machte, in Mannheim in der Uniklinik. In einer "Box" auf der Intensivstation zur besseren Beobachtung, nach einem Toxic Shock Syndrom und 3 ½ Wochen künstlichem Koma.
Seither ertappe ich mich regelmäßig während des Lesens: Der Blick wird weit, unscharf, nimmt das Ganze wahr, fokussiert nicht, verlässt den linearen Pfad der Buchstabenfolgen und der Geist stellt fragen:

„Was wenn du diese Fähigkeit wieder verlierst? Wie selbstverständlich nimmst du all die Geschenke des Lebens, Vielleicht wachst du morgen auf und alle deine Fähigkeiten haben sich in Luft aufgelöst? Warum nicht? Es war doch schon einmal so, Haare verloren, Gehen musste neu gelernt werden, Essen, Schlucken, Lesen...all die wertvollen kognitiven Fähigkeiten, all die physischen Fähigkeiten die uns so vielseitig sein lassen..."

 

 

Ich weiß was Angst bedeutet, ich habe mich viel mit ihr beschäftigt, mit meiner ganz eigenen individuellen, der benennbaren, sowie der diffusen Angst, die alle meine Lebensbereiche berührte und teilweise noch immer tut. Die intensivste: Die Versagensangst und die, andere zu enttäuschen, verletzen. Ach, ich trage einen ganzen Bauchladen verschiedenster Ängste mit mir herum.

 

Die meisten Menschen die mich kennen würden das nie vermuten, was ich tue, wie ich mit meiner Angst (ich mag sie lieber Bedingungen der Persönlichkeit nennen) umgehe ist nicht gerade ein Beleg für intensive Ängste. Was ich tue und wie ich damit umgehe ist Frucht intensiver Arbeit an diesen Bedingungen, ist die Bereitschaft den Bedingungen ins Gesicht zu schauen, sie ernst zu nehmen, sie anzunehmen, sie zu verändern und vielleicht sogar aufzulösen. Nach einiger Erfahrung aber habe ich für mich festgestellt, dass es ein wirkliches Auflösen nur in den aller seltensten Fällen gibt. Meist bleibt man in Bezug auf die jeweilige Bedingung sowas wie ein trockener Alkoholiker. Die Anlage ist da, die Manifestation und das Grad der Ausprägung hängt von uns ab!!!


Aus meiner Sicht hat jeder Mensch die gleiche Ausstattung an Fähigkeiten, „wir sind alle zu allem fähig". Aber korrespondierend mit unseren Aufgaben (ob wir die selbst gewählt haben, oder sie uns von höheren Prinzipien zugewiesen wurden) in den verschiedenen Phasen unseres Lebens fokussieren wir uns auf bestimmte Fähigkeit mehr als auf andere. Latent ist jedoch ALLES in uns angelegt und wir können sein, was immer wir wählen. Mit entsprechendem Aufwand versteht sich.

 

Was ich damit sagen möchte ist, dass beides in uns allen vorhanden ist: Mut und Angst, Vertrauen und Zweifel, Freude und Leid... all die Gegensätze sind in uns vereint. Die Frage ist: Welchen Eigenschaften erlauben wir zu wachsen, welche unterstützen wir mit unseren Gedanken und inneren Dialogen?

 

Marion Bohn legt in ihrem Buch sehr viele Mechanismen offen, die Ängste und Phobien wie die Agoraphobie begünstigen. Auf einfache und verständliche Art und Weise zeigt sie einen Weg aus der Angst, einen Weg zur Freiheit. Einen Weg Pan, den sie als Personifikation der Angst benutzt in seine Schranken zu weisen.

Meine Antwort auf Ängste sind mehrere Eigenschaften die ich sehr hilfreich finde, es sind Instrumente mit denen wir an unseren Denkweisen und Perspektiven arbeiten können. Ein sehr mächtiges Instrument sind Affirmationen. Diese können wir so oft und so intensiv wiederholen, dass sie zu einer Art Mantra werden, dass sie unsere inneren Dialoge verändern, selbstsichere Parteien in uns stärker und lauter werden lassen und so die Zweifler und Angsthasen in uns überzeugen.

Ein weiteres Instrument ist Konfrontation. Nach einer Zeit des Stärkens, des Wiederholens von Affirmationen sollten wir uns konfrontieren mit der Angst, den Objekten die die Angst in uns hervorrufen. Mein Motto dabei ist:
„Augen auf und durch".


Da ich noch am Leben bin und schon durch so viele Momente ging in denen ich dachte ich sterbe, in denen sich mein Herz überschlug, der verwirrte Atem eine seriöse Artikulation unmöglich machte, Pein, Schmerz oder welche Emotion auch immer die Röte auf die Wangen trieb, kann ich und alle die diese Situationen kennen und das werden 99% der Bevölkerung sein, aus Erfahrung sagen:
Was dich nicht umbringt macht dich vielleicht nicht unbedingt stärker, aber auf jeden Fall um eine Erfahrung reicher und dass Erfahrungsreichtum eine gewisse Gelassenheit mit sich bringt ist wohl unbestritten. Mit den Worten von Marion Bohn: "Zeig Pan wer der Herr im Haus ist."

 

Das bringt mich zu einem weiteren sehr wichtigen Instrument;
Das Nutzen angestauter Emotionen und Aggression, als Motor für eine Dynamik, die Energie, welche die Veränderung, den Aufstand, die Bewegung ins Neue möglich macht.

 

Warum also nicht den Erfahrungshorizont erweitern, urteilslos und erwartungsfrei. Zwei ganz wichtige Prinzipien im Umgang mit der Angst!!! Verurteilen wir uns als Versager und Angsthasen, woher bitteschön soll denn dann der Mut kommen? Wir sollten nicht die Augen davor verschließen, dass wir Löwen sind, die irgendwo auf dem Weg der Konventionalisierung und Sozialisierung ihre wahre Natur vergessen haben. Indem wir uns den Dingen stellen, die Augen öffnen und uns öffnen, sind wir immer mehr in der Lage die Stärke in uns zu erkennen, den Erfahrungsreichtum zu nutzen um Gelassenheit zu entwickeln und den Fluss des Lebens wieder mit Amüsement und Freude beobachten und mitschwimmen anstatt uns an unsere Gewohnheiten und Komfortzone zu klammern die uns Ordnung und Sicherheit vorgaukeln, in einer Welt die nun mal ein gewisses Maß an Chaos beinhaltet. Wirklich vollkommen werden, wirklich frei sein, wirklich vertrauen bedeutet diesem gewissen Maß an Chaos auch Raum zu geben, die Möglichkeit der Kreativität heraus ziehen, der Verrücktheit die dieses getaktete Leben so wertvoll machen.

 

STEPPING OUT OF YOUR COMFORT ZONE

Yoga ausgerichtet auf diese Zusammenhänge will all diese Ansprüche bedienen.
Mut, Stärke, Kraft, Beweglichkeit, Stabilität, Balance, Ruhe, Entspannung, neue Denkweisen, neue Fähigkeiten, Herausforderung, Aggressionsabbau.

Die Idee von Phoenix rising ist hier sehr anschaulich:

Phoenix Flow. Die alten Fesseln (welcher Art auch immer) im Feuer der körperlichen Aktivität, der bewussten, intensiven Asana-/Vinyasapraxis verbrennen, um im neuen Glanz auf zu erstehen, in neuem Glanz dem Licht entgegen zu gleiten, die Weite des Himmels zu erfahren sie mit allen Sinnen genießen zu können und der eigenen Persönlichkeit Raum geben, ihr erlauben in diese unendliche Weite zu wachsen.

Ob es nun, im Bild von Lion King, der kleine Simba ist, der im Wasser erkennen muss, dass er nicht ein Schwein wie Pumba ist, sondern ein Löwe mit allen Attributen oder Phoenix ist, der Vogel, der aus seiner Asche aufersteht um dem Licht entgegen zu fliegen... die Metaphern sind vielfältig, was damit gemeint ist, ist auch dass es 6 Milliarden Möglichkeiten gibt Angst zu befreien und Mut zu entwickeln. Es liegt in unserer eigenen Verantwortung den für unsere Persönlichkeit passenden Weg zu finden. Uns Aufmerksamkeit zu schenken, uns zu beobachten, zu experimentieren, mit unseren zu spielen.

Phoenix Yoga hält passende Übungssequenzen bereit, die anhand einer DVD erlernt und ausgeführt werden können. Phoenix Yoga ermöglicht in Workshops und Einzelsessions Vertrauen in die eigene Kraft und die eigenen Fähigkeiten aufzubauen sowie das Vertrauen zu anderen wieder zu finden oder gegebenenfalls erst mal zu entdecken.
Step by Step werden die einzelnen Vertrauensschichten übereinander gelegt, bis die Persönlichkeit gut gepolstert mit Schichten aus Mut und Vertrauen hinaus in die Welt gehen kann um all die wundervollen Facetten der Persönlichkeit scheinen zu lassen.

 

Die DVD angelehnt und inspiriert von dem Buch 
"Panikattake sucht neuen Wirkungskreis" von Marion Bohn
ist von der Autorin iniziiert worden um die online-Beträuung ihrer Buchkäufer im Kampf gegen PAN zu unterstützen.

Mehr über das Buch und und die Autorin gibt es unter: http://www.ohne-angst-leben.de/

 

Hier eine visuelle Kostprobe (Impressionen):

 

 


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